ZWICKY.ANORMAL
UNTERWEGS. UNGEFILTER . UNNORMAL
Wohnmobil - Familie - Hund
Leben im Wohnmobil mit Familie und Hund
Was wir vorher gern gewusst hätten
Es ist völlig anders, als du es erwartest.
Auch zwei oder drei Wochen Urlaub im Wohnmobil bereiten dich nicht darauf vor, wie es sein wird, tatsächlich darin zu leben.
Dinge, die du anfangs für schwierig hältst, werden machbar. Die anfängliche Scheu vor der Entleerung der Chemietoilette wird sich legen. Irgendwann ist das irgendwie normal und selbstverständlich.
Du gewöhnst dich an vieles, von dem du vorher dachtest, dass es eine riesige Herausforderung wird.
Aber das, was dich wirklich überrascht, ist etwas ganz anderes.
"Du musst erst einmal lernen, die Freiheit zu genießen"
Ja, das klingt ziemlich komisch. Aber genau so ist es.
Die To-dos werden andere. Und irgendwie werden sie auch kleiner. Du bist plötzlich viel schneller mit den Dingen fertig, die erledigt werden müssen.
Und dann?
Dann sitzt du da und beschäftigst dich zum ersten Mal seit einer Ewigkeit mit dir selbst.
Besonders an Tagen, die nicht gerade zu langen, entspannten Spaziergängen einladen. Tage, die eher nach einem Tee und einer Kuscheldecke verlangen, fordern zu Beginn deine Nerven.
Ich erinnere mich daran, wie seltsam sich das angefühlt hat. Einfach mal nichts tun zu müssen.
Eigentlich ist es doch genau das, was man sich immer gewünscht hat. Und trotzdem fühlt es sich zunächst völlig fremd an.
Denn bis zu diesem Moment war unser Leben alles andere als ruhig gewesen.
Die Kinder hatten in den letzten Wochen und Monaten eigentlich nur erlebt, dass immer etwas zu tun war. Kartons holen, Flohmärkte, Gespräche, Organisation. Irgendetwas stand immer auf dem Plan.
Und plötzlich Ruhe.
Plötzlich ankommen, runterkommen und einfach nur sein.
Das verwirrt. Ja, Verwirrung ist das richtige Wort.
Denn wenn du immer etwas zu tun hast, kommt es nie zu Pausen. Dabei sind es doch genau die, die man sich so sehr wünscht.
Plötzlich saßen wir also zusammen. Kein Ausflug, keine To-dos. Alle versuchten, sich in diesem neuen Leben zurechtzufinden.
Ich sage dir, wie es ist: Das muss man erst einmal lernen. Jeder von uns.
Aber mit der Zeit merkten wir, was wir dadurch zurückgewannen.
Endlich war wieder Zeit, um in Ruhe Bücher vorzulesen, zu spielen, zu malen, Perlen zu stecken oder einfach nur zu kuscheln.
Wir leben in einer Zeit, in der ständig irgendwelche Reize auf uns einwirken. Handy, TV, Action, Musik. Irgendwas ist immer.Aber erinnerst du dich noch daran, wie es war, als Kind den Regentropfen an der Scheibe zuzuschauen und zu spekulieren, welcher wohl gleich gewinnt?
Den Wolken zuzuschauen? Oder den Vögeln, die ihre wildesten Manöver fliegen?
All diese Dinge haben wir wieder.
Und nicht nur wir. Auch unsere Kinder sind jetzt in dieser Welt.
Und so schön das jetzt klingt: Am Anfang war es das nicht.
Kinder finden schließlich kaum etwas schlimmer als Langeweile.
Aber du hast keine Vorstellung, welche Party deren Hirn feiert, wenn du sie einfach mal aushalten lässt.
Wie die Kreativität einkehrt und auf welche tollen Ideen sie plötzlich kommen, wenn sie nicht ständig berieselt werden.
Für uns alle war das eine riesige Lernkurve.
Wir mussten erst verstehen, dass nicht jede freie Minute gefüllt werden muss. Dass es völlig in Ordnung ist, wenn gerade einfach mal nichts passiert.
Und dass diese vermeintlich langweiligen Momente manchmal genau die sind, die uns vorher gefehlt haben.
Weniger Verpflichtungen bedeuten nicht weniger Organisation
Denn so entspannt sich das jetzt alles anhört, ganz ohne Planung funktioniert das Leben im Wohnmobil natürlich nicht\.
Du machst dir nur plötzlich über ganz andere Dinge Gedanken\.
Zum Beispiel über Strom und Wasser\.
Der Stress, den wir uns anfangs gemacht haben, weil wir dachten, unser Strom könnte nicht reichen, war meistens unnötig\.
Worüber wir uns allerdings tatsächlich Gedanken machen mussten, war Wasser\.
Du bekommst es an unterschiedlichen Orten und in sehr unterschiedlicher Qualität\. Und irgendwann bist du dankbar für jeden Tropfen\.
Wenn du Besuch hast, ist dein Wassertank im Nu leer\. Dafür sind die Toilette und der Abwassertank gefühlt mit einem Fingerschnips voll\.
Du musst also kalkulieren\.
Langes Duschen? Kannst du vergessen\.
Früher habe ich mich gefragt, warum Menschen, die mit ihrem Wohnmobil anreisen, trotzdem die Sanitärhäuser benutzen\.
Heute weiß ich: Die handeln taktisch!
Auswärtige Toilettengänge bedeuten weniger Entleerungen. Und die Dusche im Sanitärhaus kannst du wieder und wieder einschalten, ohne dir Gedanken über die Entsorgung des Grauwassers zu machen. Es ist erstaunlich, wie schnell du anfängst, über solche Dinge nachzudenken. Was früher selbstverständlich war, wird plötzlich bewusst genutzt. Und trotzdem bist du dankbar für die Momente, in denen du deine eigene Dusche im oder am Wohnmobil hast.
Nichts geht schließlich über eine Außendusche, wenn dein Hund von Schnute bis Schwanzspitze nach Dreck schreit. Das kann dir keine Wohnung bieten!
Wobei wir damit auch schon bei einem weiteren Familienmitglied wären, dessen Vorstellung vom perfekten Wohnmobilleben sich durchaus von unserer unterscheidet.
50 Kilo Hund im Wohnmobil. Kann man machen!
Grundsätzlich ist das Leben mit einem Hund im Wohnmobil großartig.
Ganz realistisch gesehen hat Gandhi hier wahrscheinlich den größten Luxus. Ich meine, er hat ein komplettes Bett für sich!
Darunter? Nur Dinge für sein Wohlbefinden. Die zwanzigste Decke, Spielzeug, Leinen. Alles, was das Fellkind braucht.
Und während wir Menschen lernen mussten, mit weniger Dingen und mehr freier Zeit zurechtzukommen, musste Gandhi sich an etwas ganz anderes gewöhnen.
An die ständigen Veränderungen.
Ich bin mir nämlich sicher, dass es auch für ihn nicht nur ein Segen ist, so zu reisen. Ständig neue Reviere, neue Eindrücke und neue Menschen.
Das braucht eine klare Führung. Er braucht uns, um sich sicher zu fühlen und Orientierung zu bekommen.
Ich meine, ein Wolf würde schließlich auch nicht an einem Ort einschlafen und am nächsten Morgen plötzlich an einem ganz anderen aufwachen.
Nun, Gandhi ist ungefähr so nah an einem Wolf wie ein Pinguin am Flugschein. Aber das ändert nichts daran, dass es für einen Hund ziemlich verwirrend sein kann, ständig irgendwo anders zu sein.
Und bei all den neuen Eindrücken darfst du eines nicht vergessen: Dein Hund bleibt dein Hund. Mit sämtlichen Eigenheiten, Vorlieben und gelegentlich fragwürdigen Entscheidungen.
Zwischendurch erleben wir beispielsweise seinen Hang zu lebensgefährlichen Fehlentscheidungen. Sei es die Nektarinenpackung, die er gefressen hat und wegen der er beinahe auf dem OP-Tisch gelandet wäre, oder anderen Dingen, die er sich geönnte. Solche Erlebnisse sind nicht nur aufregend, sondern können richtig gefährlich werden. Und natürlich lernen wir aus solchen Situationen. Du darfst wirklich NICHTS stehen lassen. Nicht ganz kurz. Keinen Moment. Einfach niemals!
Dann ist da noch das Wetter.
Ja, was soll ich sagen? Mein Hund ist mir sehr ähnlich. Er hasst Regen. Wobei Hass vielleicht das falsche Wort ist. Ich nenne es eher Verachtung. Für ihn ist es suspekt, warum Wasser vom Himmel fällt und nicht ausschließlich in seinem Napf zu finden ist. Durch Pfützen zu laufen, gleicht einer Höchststrafe.
Das hat zur Folge, dass er sich bei schlechtem Wetter gern ausschließlich im Wohnmobil aufhält. Und plötzlich bist du wieder bei dem Thema, mit dem wir alle zu Beginn Schwierigkeiten hatten: Was macht man eigentlich, wenn draußen nichts los ist? Nun, in Gandhis Fall wird einfach noch mehr gekuschelt und, soweit es der Raum zulässt, gespielt.
Ich würde sogar behaupten, dass dieser Hund chronisch unterkuschelt ist. Zumindest, wenn man ihn fragt.
Dabei hat Gandhi neben seiner Tätigkeit als professioneller Kuschelexperte natürlich noch eine weitere Aufgabe. Er ist unser integriertes Sicherheitssystem. Viele Menschen haben Sorge vor Überfällen, wenn sie im Wohnmobil leben. Und obwohl wir eine Alarmanlage haben, ist Gandhi zumindest unsere lauteste. Ob er auch immer die zuverlässigste ist, steht allerdings auf einem anderen Blatt. Es gab da beispielsweise diesen Moment, als ein Fuchs eine Stunde lang vor unserem Wohnmobil bellte. Gandhi bemerkte erst ziemlich spät, dass er seinen Wachhundaufgaben nicht gerecht wurde. Das Frauchen war zu diesem Zeitpunkt bereits seit Sekunde null mit Schlafentzug gestraft. Aber tatsächlich schaffte es sein beherztes Bellen irgendwann, den Fuchs zur Abreise zu bewegen. Und das Frauchen durfte doch noch etwas schlafen. Der Rest der Familie schlief sowieso selig und bemerkte nicht einmal sein Bellen. Und ich verspreche dir: Es ist nicht zu überhören! Was würde ich für so einen Schlaf geben. Aber bei all dem Humor darf man nicht vergessen, dass auch für Gandhi diese Reise nicht immer einfach war.
Er verlor direkt zu Beginn seine Hundebegleiterin und kurz darauf auch seine Katzenfreundin, die ihn übrigens ziemlich gut im Griff hatte.
Er erlebte Menschen, die es für eine kluge Idee hielten, einem wildfremden 50-Kilo-Hund um den Hals zu fallen.
Gerade deshalb ist es wichtig, dass wir ihm bei all den Veränderungen Sicherheit geben. Schließlich hat er sich dieses Leben nicht ausgesucht. Wir haben es für ihn mitentschieden. Und trotzdem meistert er so vieles mit einer Geduld, über die ich immer wieder staune.
Also ja, er ist ziemlich resilient, geduldig und ein Riesenbaby, dessen Microrute vor Freude wackelt wie ein Duracell-Häschen auf voller Ladung.
Die Sache mit der Campingromantik
Nicht nur Gandhi muss sich unterwegs ständig auf neue Menschen einstellen. Auch wir lernen immer wieder welche kennen.
Und genau hier wartet die nächste Überraschung.
Denn dass alle Camper total entspannt und naturverbunden sind, ist leider nicht ganz so, wie du es dir vielleicht vorstellst.
Tatsächlich begegnest du manchmal gefühlt mehr E-Scootern als Vans und Wohnmobilen.
Für manche scheint jeder Schritt einer zu viel zu sein. Nachdem der Gang zur Toilette mit dem E-Scooter erledigt wurde, geht es direkt zurück ins Wohnmobil. Dort wartet schließlich die perfekt ausgerichtete Satellitenschüssel, damit man bloß keine Nachrichten verpasst.
Nun ja. Du musst nicht alle Menschen verstehen. Du musst sie nur akzeptieren.
Ich hatte mir das Camperleben jedenfalls etwas anders vorgestellt.
Alle sitzen am Lagerfeuer, duzen sich, erzählen Geschichten und genießen gemeinsam das Leben. Diese romantische Vorstellung entspricht eben nicht immer der Realität. Aber weißt du was? Es gibt sie trotzdem!Diese Menschen, die genauso sind, wie du es dir vorgestellt hast. Offen, herzlich, naturverbunden und mit einer ähnlichen Vorstellung davon, was Freiheit eigentlich bedeutet.
Und gerade weil du so vielen unterschiedlichen Menschen begegnest, lernst du auch, deine eigenen Erwartungen ein wenig loszulassen.
Denn wie überall im Leben triffst du auch unter Campern die unterschiedlichsten Menschen und Persönlichkeiten.
Und das ist wahrscheinlich auch gut so.
Schließlich bedeutet Freiheit nicht, dass alle Menschen genauso leben müssen wie du.
Kundenstorys und Testimonials schaffen sofort Vertrauen, indem sie zeigen, dass dein Unternehmen wirklich funktioniert.
Deine Schlappen werden deine neuen High Heels
Apropos Erwartungen. Nicht nur die anderen Camper sehen manchmal anders aus als in deiner Vorstellung. Du selbst übrigens auch! Deine Schlappen werden deine neuen High Heels.
Nun, was soll ich sagen?
Du gewinnst damit keinen Schönheitswettbewerb. Aber du bist schnell. Sehr schnell! Die Temperatur wird dabei erstaunlich nebensächlich. Für kurze Wege sind Schlappen einfach unschlagbar. Und wenn aus dem kurzen Weg dann doch ein paar Stunden werden, kalkulierst du kalte Füße eben mit ein.
Vor lauter Eindrücken spürst du sie irgendwann ohnehin nicht mehr. Es ist erstaunlich, welche Dinge plötzlich unwichtig werden. Und gleichzeitig gibt es andere, denen du viel mehr Aufmerksamkeit widmest als früher.
Zum Beispiel dem Putzen.
Du putzt. Du putzt viel!
Manchmal fühlst du dich wie Cinderella.
Du putzt und putzt, sortierst, räumst wieder auf und hältst zwischendurch kurz inne, um den Vögeln zu lauschen, die draußen ihre schönsten Lieder singen.
Vier Menschen, ein großer Hund und ein paar Quadratmeter Wohnfläche.
Da braucht es nicht viel, bis aus einem aufgeräumten Wohnmobil wieder ein kleines Chaos geworden ist.
Und während du früher vielleicht einen Raum verlassen konntest, um das Durcheinander nicht mehr zu sehen, sitzt du jetzt mittendrin.
Also räumst du auf. Wieder und wieder.
Trotzdem würde ich behaupten, dass wir heute vieles bewusster wahrnehmen.
Vielleicht gerade deshalb, weil wir ständig draußen sind und die Natur so viel stärker zu unserem Alltag gehört.
Sie nimmt einen noch größeren Stellenwert ein, als sie ohnehin schon hatte.
Du schätzt sie mehr. Du nimmst sie bewusster wahr. Und manchmal bist du einfach unendlich dankbar, mittendrin sein zu dürfen.
Na ja. Außer bei Fliegen und Mücken. Die gehören leider auch dazu. Und du entwickelst einen geradezu irrsinnigen Verbrauch an Fliegenklatschen. Das nächtliche Flatsch an der Wohnmobildecke klingt irgendwann wie ein Trommelrhythmus.
Und die Familie veranstaltet beinahe einen Wettkampf daraus, wer die meisten erwischt.
Romantisch, oder?
Auch deine Hausapotheke ist gut gefüllt. Und leider kommt sie häufiger zum Einsatz, als dir lieb ist.
Denn so wunderschön dieses Leben sein kann, es bleibt eben ein ganz normales Leben.
Mit schlechtem Wetter, kleinen Katastrophen, Krankheiten, Dreck und Dingen, die einfach nicht nach Plan laufen.
Der Unterschied ist nur, dass du sie jetzt an Orten erlebst, die du vorher vielleicht nicht einmal kanntest.
Und genau darin liegt etwas, das ich anfangs völlig unterschätzt habe.
Fernweh bekommt plötzlich eine ganz andere Bedeutung
Je mehr Orte du kennenlernst, desto mehr möchtest du entdecken.
Die Möglichkeit, immer wieder an einem anderen Ort aufzuwachen, wird in dir ein völlig neues Fernweh auslösen. Es ist ein bisschen wie eine Sucht. Du hast Blut geleckt.
Plötzlich bemerkst du, wie wenig du eigentlich von dieser wunderschönen Welt kennst. Und wenn du schon direkt vor deiner Nase so viele unglaubliche Dinge entdecken kannst, nur weil du ein wenig reist, dann möchtest du natürlich wissen, was da draußen noch alles auf dich wartet.
Jeder neue Ort macht dich neugierig auf den nächsten.
Und mit jedem Kilometer wächst das Gefühl, dass es noch so unendlich viel zu entdecken gibt.
Das Verrückte daran ist, dass du gleichzeitig zwei scheinbar gegensätzliche Dinge lernst.
Du lernst, einfach mal stehen zu bleiben und den Moment zu genießen.
Und du entwickelst eine unbändige Neugier auf all das, was du noch nicht gesehen hast.
Früher hätte ich vermutlich gedacht, dass sich das widerspricht.
Heute weiß ich, dass beides wunderbar zusammenpasst.
Du musst nicht ständig etwas unternehmen, nur weil du unterwegs bist. Und du musst auch nicht an einem Ort bleiben, nur weil du dich dort wohlfühlst.
Du darfst beides.
Und irgendwann merkst du, dass aus der ursprünglichen Reise längst etwas anderes geworden ist.
Was als Reise begann, verändert dein ganzes Leben
Und zum großen Finale muss ich dir noch etwas sagen.
Das, was ursprünglich als Reise geplant war, kann in deinem Kopf irgendwann gar nicht mehr enden.
Der Gedanke, wieder an einem festen Ort zu sein, umgeben von festem Gemäuer und ein und derselben Klimazone, fühlt sich plötzlich seltsam an.
Fast schon beängstigend.
Denn irgendwo weißt du, dass du nicht für immer reisen kannst. Zumindest nicht so.
Die Kinder werden größer.
Und auch wenn sie heute natürlich für immer bei dir bleiben und für immer mit dir reisen wollen, wird wahrscheinlich irgendwann der Moment kommen, an dem sie die Welt selbst erkunden möchten.
Ohne dich.
Und während du dich heute noch darüber freust, dass ihr so viele neue Orte entdecken könnt, wird dir irgendwann bewusst, dass nicht die Anzahl der bereisten Länder das wirklich Wertvolle an dieser Zeit ist.
Sondern dass ihr sie gemeinsam erlebt.
Dass ihr zusammen lernt, auch mal nichts zu tun.
Dass ihr euch gemeinsam über Fliegen ärgert, über Gandhis Eskapaden lacht und euch abends erzählt, was ihr am Tag erlebt habt.
Dass ihr euch auf wenigen Quadratmetern manchmal gegenseitig auf die Nerven geht und trotzdem so viel Zeit miteinander verbringt, wie es in unserem früheren Alltag kaum möglich gewesen wäre.
Und irgendwann?
Irgendwann bekommst du die Fotos von all den wunderschönen Orten, an denen deine Kinder gerade sind.
Und während du sie anschaust, wirst du sehnsüchtig an diese verbindende, gemeinsame Zeit zurückdenken.
An all die kleinen Abenteuer, die schlaflosen Nächte, die Fliegen an der Decke und die Momente, in denen ihr einfach nur zusammengesessen und das Leben genossen habt.
Und vielleicht wirst du dann feststellen, dass das größte Geschenk dieser Reise gar nicht die vielen Orte waren, die ihr gesehen habt.
Sondern die Zeit, die ihr miteinander verbringen durftet
Zwicky
Creator - Autor - Resilienztrainer